Lexikon: Heliand

Der Heliand ist ein altsächsisches Großepos. In fast sechstausend stabreimenden Langzeilen erzählt dieses Epos das Leben Jesu Christi. Diese sind in der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts entstanden, einige Quellen datieren sie auf etwa das Jahr 830.
Weiter auf: de.wikipedia.org/wiki/Heliand
 Internetverweise zu Heliand:
E-Text des Heliand ; E-Text des Heliand (Titus) ; Ed. Sievers 1878 ; Übersetzung von Karl Simrock ; „Der Heiland steigt aus dem Bücherkeller. Rund 1 100 Jahre altes «Heliand»-Fragment in Leipzig entdeckt“ 



 Wort-Analyse: Heliand

GrundformHeliand
Synonyme
SatzbeispieleEin mutiger sächsischer Dichter hätte damals, wie Karl Simrock bewundernd im Vorwort seiner Übertragung (1856) schreibt, mit dem Heliand das einzige christliche Epos geschaffen, das "in deutsches Blut und Leben verwandelte Christentum...
Weil biblische Texte bis zur Reformation nur in Latein gelesen wurden, war es das in alt-niederdeutsch verfasste Epos Heliand, das Leben und Wirken Jesus ausführlich dem breiten Volk in Stabreimdichtung zugänglich machte (822-840).
Die dort im 9. Jahrhundert entstandene Handschrift des Heliand scheint jedenfalls nicht gefälscht zu sein.
Vielleicht war es seine Arbeit als Philologe des Mittelalters: Schmeller edierte erstmals den "Heliand", jenes altsächsische Stabreim-Epos vom Leben Christi.

Quelle: Wortschatz Lexikon


 

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