Lexikon: Leich

Der Leich (Plural Leichs; vom germanischen *laikaz, Spiel, Tanz, Bewegung) gehört neben dem Minnesang und der Sangspruchdichtung zu den drei Haupttypen der Lieddichtung des Mittelalters und stellt die Groß- und Prunkgattung der mittelhochdeutschen Lyrik dar. Verwendet wurde er vom Ende des 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert. Am häufigsten ist er aus der frühen höfischen Literatur zwischen 1150 bis um 1190 überliefert.
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 Wort-Analyse: Leich

GrundformLeich
SynonymeLeich, Totenmahl, Leichenschmaus, Totenschmaus
SatzbeispieleSchau aber fein gut, daß die Katz nicht dazukommt; die Katzen gehen los und schmecken's gleich, wenn wo eine Leich ist.
Und sein Weib gehub sich, da sie mit der Leich ging, so kläglich mit elendem Weinen und Heulen, daß sie ihr Knecht fuhren mußt, der sie auch tröstet nach all seinem Vermögen.
"Eine große Leich' war's nicht", sagte der Schneider.
"I ko's scho gar net da g'halt'n," erwiderte der Bürgermeister. "I zahl do de Leut net aus, de für d' Leich was zum verlanga hamm.

Quelle: Wortschatz Lexikon


 

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